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Perugia und Umgebung

Perugia und Umgebung

EINE KURZE EINFÜHRUNG IN DIE GESCHICHTE UND GEOGRAPHIE

Perugia ist nicht nur ein kulturelles Zentrum von erheblicher Bedeutung, sondern auch Hauptstadt der Provinz von Perugia und der Region Umbrien. Aufgrund des außerordentlich reichen künstlerischen Erbes ist die Stadt ein touristisches Ziel von großem Interesse, aber auch sehr lebendig was Kommerz, Handwerk und Industrie betrifft.
Perugia war eine bedeutende Etruskerstadt, wovon noch heute wichtige Monumente, wie der Etruskische Bogen, die Porta Marzia und der Etruskische Brunnen zeugen.
Im zweiten Jahrhundert nach Christus wurde die Stadt von Kaiser Oktavian belagert und erobert, woraufhin sie den Namen “Augusta Perusia“ erhielt.
Nach dem Fall des Römischen Reiches war die Stadt zahlreichen Invasionen ausgesetzt. Im elften Jahrhundert begann sie als Freie Kommune das Stadtbild anzunehmen, das sie bis heute mit ihren herrlichen Gebäuden und kostbaren Kunstwerken charakterisiert.
Während dieser Zeit kam es in der Stadt zu häufigen Fehden zwischen verschiedenen Familien, wie der der Michelotti, der Piccinino, der Fortebraccio und der Baglioni. Letztere herrschte und regierte bis 1531, als der der blutige “Salzkrieg” ausbrach, bei dem sich das Volk von Perugia dem Kirchenstaat widersetzte, welcher entschieden hatte eine neue Steuer aufzuerlegen. Der Kirchenstaat gewann den Krieg, besetzte die Stadt und Papst Paolo III Farnese ließ als Symbol der Kirchenherrschaft eine massive Festung, genannt Rocca Paolina, bauen, die von Antonio da Sangallo il Giovane, entworfen wurde. Die päpstliche Macht dauerte bis zur Erklärung der italienischen Einheit im Jahre 1860.

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Die Stadt Perugia

Auf der Piazza IV Novembre, dem wichtigsten Platz der Stadt, befinden sich die bedeutendsten Monumente der Stadt, wie z.B. die Kathedrale San Lorenzo, die Loggia di Braccio Fortebraccio, der Palazzo dei Priori und die Fontana Maggiore.
Der Bau der Kathedrale wurde 1345 begonnen und 1490 im gotischen Stil fertig gestellt. Auf der linken Seite öffnet sich das Portal G. Alessi (1568), an der Seite des Tores steht eine Bronzestatue von Julius III von V. Danti, einem bekannten umbrischen Bildhauer des sechzehnten Jahrhunderts. Zu den wichtigsten Werken im Kircheninneren gehört die Grablegung („la deposizione“) von Barocci (1569) auf dem Altar der Kapelle des Heiligen Bernhard, die Madonna delle Grazie, gemalt von G. di Paolo (dritte Säule rechts), das hölzerne Chorgestühl von G. da Majano und D. del Tasso (Apsis). Im Museum der Kathedrale können Sie u.a. eine „Pietà“ von B. Caporali (1486) und eine “Madonna mit Heiligen“ von Luca Signorelli sehen.
Die Fontana Maggiore ist einer der berühmtesten Brunnen des dreizehnten Jahrhunderts in Italien. Er ist Werk von Fra ‘Bevignate aus Perugia. Auf den Reliefs der 24 Seiten des unteren Beckens sind u.a. Adam und Eva, die Geisteswissenschaften und die Monate des Jahres repräsentiert. Diese Reliefs werden Nicola Pisano zugeschrieben, während die Statuen an den Eckpunkten des oberen Beckens und die Nymphen aus Bronze von seinem Sohn Giovanni stammen.
Der Palazzo dei Priori ist ein herrliches mittelalterliches Gebäude. Er wurde zwischen 1293 und 1297 im gotischen Stil gebaut und im fünfzehnten Jahrhundert vergrößert. Das Hauptportal auf der Nordseite, der älteste Teil des Gebäudes, wird von den Wappentieren Perugias, dem Greif und dem Löwen, zwei Bronzefiguren aus dem 13. Jahrhundert, geschmückt. Der Ratssaal, „Sala dei Notari“, im ersten Stock ist mit interessanten Fresken der Schule von P. Cavallini aus dem Ende des dreizehnten Jahrhunderts dekoriert. Im dritten Stock befindet sich die Galleria Nazionale dell’Umbria, die bedeutendste Sammlung umbrischer Malerei, mit Kunstwerken aus dem zwölften bis zum achtzehnten Jahrhundert.
Im Erdgeschoss des Rathauses befindet sich das mit Holzmöbeln der Spätgotik aus dem 15.ten Jahrhundert eingerichtete Collegio della Mercanzia (Händlerkolleg, Sitzungssäle der Kaufleute). Im Collegio del Cambio (Wechselstube) auf dem Corso Vannucci, können Sie in dem Renaissance-Saal, Sala dell’Udienza del Cambio, außergewöhnliche Fresken des Perugino bewundern. Nur wenige Schritte davon entfernt, ebenfalls auf dem Corso Vannucci, der Hauptstraße der Stadt, ist das Collegio dei Notari, im Jahre 1446 gebaut, mit einem gotischen Portal und einer Trifora. Am Ende des Corso Vannucci befindet sich auf der linken Seite der Palazzo Donini, ein elegantes Gebäude aus dem achtzehnten Jahrhundert. Weiter vorne geht die Via dei Priori ab, eine kleine Straße, die durch ein malerisches, mittelalterliches Stadtviertel führt. Entlang dieser Straße reihen sich die gotische Kirche von S. Agata, mit Freskenresten aus dem 14.ten Jahrhundert, und die barocke Kirche Filippo Neri, in der eine “Immacolata“ von Pietro da Cortona bewahrt wird. Es folgt der hohe Turm der Sciri aus dem dreizehnten Jahrhundert. Weiter vorn gelangt man auf den kleinen Platz, der den Namen der Kirche Madonna della Luce angenommen hat. Linker Hand steht ein etruskischer Bogen: Porta Trasimena oder auch Porta S. Lucia genannt, der im Mittelalter wieder aufgebaut wurde.
In der nahe gelegenen Piazza San Francesco stehen sich die Kirche von San Francesco al Prato, aus dem 13.ten Jahrhundert (aber seither stark verändert) und das Oratorium des Heiligen Bernhards gegenüber. Das Oratorium ist das wichtigste Renaissancewerk der Stadt, ein Meisterwerk des Florentiner Agostino di Duccio (1457-1461).
Auf der rechten Seite ist das alte Franziskanerkloster, heute Sitz der Akademie der Bildenden Künste. Wenn man den Weg wieder zurückgeht kommt man auf die Piazza IV Novembre zurück, von wo aus eine der malerischsten Straßen, die Via delle Volte, abgeht. Hier befindet sich das Oratorium della Maestà delle Volte, das im 16.ten Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Im Inneren befindet sich ein Fresko der Madonna mit Kind, das dem sogenannten “Maestro delle Volte” aus dem 14.ten Jahrhundert zugeschrieben wird.

 

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